Viele Tierarten, ob Elefanten, Hirsche, Frösche oder Wölfe, kommunizieren mit Hilfe akustischer Signale. Dabei erweisen sie sich als erstaunlich musikalisch. Die Dokumentationsreihe erschließt zum ersten Mal diesen unbekannten Aspekt der Tiersprache. Den Auftakt machen die Töne, die als Angriffs- beziehungsweise Verteidigungsinstrumente dienen.
1 - Kampfgesaenge
Tiere entwickelten Laute zunächst im Rahmen ihres Jagd- und Abwehrverhaltens. So sind ein Großteil der Lautäußerungen im Tierreich Alarmsignale. Dazu zählen das Trommeln des Krebses mit seiner Zange ebenso wie die Warnschreie von Meerkatzen oder Erdmännchen, an denen sich ablesen lässt, ob der Feind aus der Luft oder auf dem Landweg angreift. Die Warnung dient vor allem dem Schutz der Art, manchmal auf Kosten des Individuums, das sie abgibt.
Viele Tierarten - selbst so unterschiedliche wie Vögel und Affen - sind zu erstaunlicher Kooperation fähig, um einander vor Gefahren zu warnen. Der Film dokumentiert, wie Tiere einander alarmieren, aber auch, wie sie beispielsweise Schwingungen in der Luft, im Wasser oder auf dem Land wahrnehmen, die einen nahenden Feind verraten.
Einzelgänger wie Schlangen, Fliegen oder Gottesanbeterinnen verwenden Laute zusätzlich zu ihrem abschreckenden Aussehen, um Gegner einzuschüchtern. Aber auch Schweigen kann ein Schutz sein - und eine gefährliche Waffe für Raubtiere wie den Luchs oder die Eule, die zugleich mit einem außergewöhnlich scharfen Gehör ausgestattet sind.
ZUSATZINFORMATION
Wer weiß schon, dass Elefanten per Infraschall kommunizieren, den sie über viele Kilometer Entfernung wahrnehmen, dass Spinnenmännchen auf dem Netz des umworbenen Weibchens Harfe spielen müssen, um nicht gefressen zu werden, und dass ein Wolfsrudel sein Geheul so klingen lassen kann, als seien die Tiere zahlreicher als in Wirklichkeit? Die Klangwelt der Tiere ist vielfältig und überraschend, aber wenig bekannt. Die Dokumentarreihe gibt Einblicke in ihre Geheimnisse. Dabei werden die gnadenlosen Röhrduelle der Hirsche ebenso entschlüsselt wie die schmachtenden Duette der Gibbons und die geheimnisvollen Gesetze der Froschkonzerte.
2 - Liebeslieder
Lockrufe sind eines der wichtigsten Mittel vieler männlicher Tiere bei der Partnersuche und der Werbung um eine Lebensgefährtin. Sie vermitteln den Weibchen detaillierte Informationen über Erbanlagen des Männchens. Das Grillenmännchen preist allerdings in seinem Gesang die Vorzüge seiner Höhle an. Vögel veranstalten einen regelrechten Gesangswettbewerb, bei dem schon ein einziger falscher Ton das Ausscheiden eines Kandidaten bedeuten kann. Auch das Spinnenmännchen muss sein Weibchen überzeugen, indem es die richtigen Schwingungen erzeugt - in seinem Fall sogar eine Frage von Leben oder Tod.
Die verwendete Frequenz zeigt den Weibchen an, wo sich ein heiratswilliges Männchen befindet. Lurche sind so zahlreich, dass sie stets auf der Suche nach freien Frequenzen sind und zur Not auch die des Nachbarn stören. Und Elefanten können bei günstiger Witterung Infraschallsignale über mehrere Kilometer hinweg übermitteln.
Das letzte Wort in Liebesdingen haben jedoch stets die Weibchen. Auch sie können Laute erzeugen, um Männchen anzulocken, Mücken und die Taufliege nutzen dazu ihren Flügelschlag. Das Brummen der Dorsche und das Miauen der Katzen dienen ebenfalls der Partnersuche. Manche Weibchen - wie die der Paviane - geben auch während der Paarung noch Lockrufe von sich. Im Tierreich wird der Liebesakt - egal, ob er einige Sekunden oder mehrere Stunden dauert - oft von Lauten begleitet, die mit Lustbezeugungen allerdings nicht viel zu tun haben.
3 - Wiegenlieder
Bei vielen Tierarten ist die Paarung eine einmalige Begegnung, nach der Männchen und Weibchen sich nie wieder sehen. Andere gehen eine Partnerschaft fürs Leben ein und bleiben ständig in Lautkontakt zueinander. Gibbons ebenso wie einige tropische Vogelarten singen im Duett, während in Kolonien lebende Tiere wie Pinguine einen eigenen Klangcode erfinden, den nur ihr Partner kennt. Diese Erkennungssignale werden von den Eltern an die Jungen weitergegeben, noch bevor diese das Licht der Welt erblickt haben. Sie sind für das Überleben mancher Arten sehr wichtig.
Der Film zeigt, wie eine Hühnermutter durch die Eierschale hindurch die ersten lautlichen Kontakte zu ihrem Küken knüpft. Und auch bei den Krokodilen ruft das Junge seine Mutter, damit es ihm hilft, die Eierschale zu durchbrechen.
Für viele Säugetierarten ist der erste Sprachunterricht ebenfalls sehr wichtig. Die frühe Kontaktaufnahme verhindert, dass die Jungen von den Eltern verstoßen und so zum Tode verurteilt werden. Auch Walbabys und Meisenküken erhalten eine lautliche Schulung. Bei manchen Spezies haben sich sogar regionale Dialekte herausgebildet, zum Beispiel bei den Buchfinken. So singen in den Alpen lebende Vögel anders als ihre Verwandten im Flachland oder in der Stadt.
File Format: AVI
File Size: 350.04 MB
Play Time: 42:15 mins
Video Header Info
Video Codec: DivX 6.7 2-pass
Video BitRate: 1022 kBit/s
Video Frames/Sec: 25.000
Width x Height: 704 x 400
Audio Header Info
Audio Codec: MPEG-1, Layer 3
Audio BitRate: 128 kBit/s
Audio Channels: 2 (Stereo)
Audio SampleRate: 48.000 kHz