Mehr als ein halbes Jahrtausend herrschten Maya-Könige über die Dschungelgebiete Mittelamerikas. Die Herrscher manifestieren ihren Einfluss und Wohlstand durch die Größe ihrer Pyramiden. Die Zeugnisse der Hochkultur weisen die Maya als geniale Baumeister und große Künstler aus. In den geheimnisvollen Ruinen spiegelt sich eine tiefe Einsicht der Architekten in mathematische und astronomische Gegebenheiten wider. Die bis heute erhaltenen Sakralbauten dienten vornehmlich als Kultstätten. Die hoch aufragenden Monumente verfügen auf der Spitze über eine Plattform. Dort wurden den Göttern Menschenopfer dargebracht. Tayasal, der letzte unabhängige Maya-Staat, wurde 1697 von den Spaniern erobert. Im 7. Jahrhundert lebten in etwa 60 kleinen Königreichen vermutlich über sechs Millionen Maya. Sie bauten riesige Städte und verbanden sie mit einem weitläufigen Straßennetz. Tikal, einer der ältesten Maya-Siedlungen, erstreckte sich über eine Fläche von über 570 Quadratkilometer. Mehr als 3000 Gebäude haben Archäologen dort bisher entdeckt. Schätzungsweise lebten bis zu 90000 Menschen in der Stadt. Doch bereits im 9. Jahrhundert brach das politische System der mächtigen Königreiche zusammen. Warum die Maya ihre Metropolen verließen, darüber können Wissenschaftler nur spekulieren. Einige vermuten als Ursache eine Dürrekatastrophe, andere betrachten die Überbevölkerung als Grund für das plötzliche Verschwinden der blühenden Zivilisation. Die Maya besaßen eine hoch entwickelte Schrift und meißelten ihre Geschichte auf Stelen. Die Steinreliefs liefern den Forschern bedeutende Informationen über die versunkene Hochkultur. Ein Wissenschaftler-Team bricht auf in den Urwald von Guatemala. Nachdem sie in Tikal und La Joyanca neue Erkenntnisse gewinnen, hoffen die Archäologen in Naachtun, das Rätsel um den Untergang der einst mächtigen Königreiche zu lösen. In den Dreißigerjahren gelangte ein amerikanisches Archäologenteam zu der Stätte. Damals konnten die Forscher aber noch nicht die Schrift der Maya entziffern. Seitdem waren die im Dschungel verborgenen Bauwerke in Vergessenheit geraten. Auch in Naachtun finden die Wissenschaftler Hinweise, die ihre Vermutung stützen: Eskalierende Gewalt und Krieg entvölkerte die Städte und löschte schließlich die Maya aus. Der Dokumentarfilm begleitet britische Archäologen durch den Urwald von Guatemala zu zwei bedeutenden und einer bis dahin nahezu unbekannten Maya-Stadt. Eindrucksvolle Spielszenen geben Einblick in die geheimnisvolle Hochkultur.
File Format: AVI
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